Archiv für den Monat: März 2026

Von wegen Solidarität

Erstmals in der Geschichte der Vereinten Nationen konnte die Weltfrauenkommission keinen Konsens zu einer Erklärung erreichen, die die Rechte von Frauen und Mädchen schriftlich festhält und Maßnahmen zu ihrem Schutz festschreibt. Die USA stimmten dem Konsens nicht zu, verlangten eine Abstimmung. Kritisiert wurden unter anderem eine „missverständliche Sprache zur Förderung von Gender-Ideologie“ und die enthaltenen Aussagen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie Maßnahmen gegen Hassrede – die angeblich Zensur seien. Am Ende wurde die Erklärung angenommen. Aber eben mit einer Gegenstimme, der der USA.

Öffentliche Berichterstattung in Deutschland? Das Thema ist keinen Beitrag in Tagesthemen oder Heute Journal wert. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht in der Nacht einen kurzen Bericht: „Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.“ Auch der Nachtdienst der „Zeit“ schreibt einen Text auf Basis der dpa-Meldung. Die ersten Schlagzeilen am Morgen lassen beide schnell unter ferner liefen verschwinden. Im Deutschlandfunk findet sich ein Nachrichten-Textlein, das am Ende lapidar feststellt: „Bundesfrauenministerin Prien bedauerte auf der Tagung in New York, dass die gemeinsamen Verpflichtungen für die Frauenrechte nicht mehr von allen geteilt würden.“

Sie bedauert. Ach so. Schade, schade, aber was soll man machen. Sie ist ja schließlich keine Ministerin oder so, die irgendwo ihre Stimme erheben oder einen Beitrag zu Veränderung einbringen könnte.

Na klar muss sie sich diplomatisch äußern. Ich aber zum Glück nicht. Ich habe mir das Vortragen der Argumente live digital angeschaut und mich macht das, was da in New York passiert ist, frustriert; fassungslos; und vor allem wütend. Gerade, weil es mich nicht überrascht. Und auch, weil es drumherum kaum jemanden zu interessieren scheint: In meinem Umfeld hatte fast niemand überhaupt von der 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission gehört. Alles Menschen, die die aktuelle News-Lage verfolgen und nicht aufgrund des Wahnsinns in der Welt sowieso abschalten. Medien hatten andere Themen.

Nur wenige Tage nach der historischen Rolle rückwärts in New York macht Collien Fernandes weitere Details ihrer Geschichte von Missbrauch und Gewalt öffentlich. Sie benennt einen Mann, der sich ihr gegenüber als Täter bekannt haben soll. Immerhin: Berichtet wird hier in großem Maßstab. Und zum Glück nicht nur aus Sensationslust ob des prominenten Opfers.

In vielen Beiträgen wird die Hoffnung geäußert, dass eine prominente Stimme, die Gewalt und Missbrauch öffentlich macht, etwas verändern könnte. Dass sich etwas an den Strukturen, die Gewalt gegen Frauen, Missbrauch und Verachtung ermöglichen, endlich grundlegend ändern könnte. Wie sehr wünschte ich mir, diese Hoffnung zu teilen. Aber hat es nicht schon so viele öffentliche Fälle gegeben? Von Menschen mit bekannten Namen und Unbekannten? Hat es nicht schon so viele Fälle gegeben, die zeigen, dass Gewalt in allen möglichen Formen nicht nur in besonderen Ausnahmefällen ab und zu, ganz selten einmal, vorkommen kann, sondern dass sie täglich passiert? Wie oft schon wurde angeprangert, dass Femizide kein „Familiendrama“ sind, sondern Morde – an Frauen, weil sie Frauen sind. Wie oft schon wurde darauf hingewiesen, dass sich hinter diesen erschreckenden und wortlos machenden Taten ein unvorstellbar großer Berg an Missachtung und Einschränkung, an Entwürdigung, Abwertung und Erniedrigung verbirgt. Wie lange schon lesen und hören wir immer wieder davon, dass auch digitale Gewalt echten Schmerz verursacht, echte Gefühle, echte Zerstörung?

Ich kenne keine Frau, die keine Opfer von Straftaten kennt. Wir alle wissen nicht grundlos, wie man einen Schlüssel möglichst effektiv zwischen den Fingern hält. Da ist die Freundin, an deren Rückseite sich ein Typ bei einem Festival einen runterh… – und in der Menge verschwindet, bevor sie und wir drumherum begriffen haben, was da gerade passiert. Da ist die andere, die Missbrauch erfahren hat und sich erst lange nach der Verjährungsfrist traute, davon zu sprechen. Da ist die Bekannte, die erzählt, wie sie recherchiert hat, auf welche Weise sie die blauen Flecken beim Arzt erklären könnte, damit sie nicht nach der Wahrheit gefragt wird und zusammenbricht. Und wie lange sie gebraucht hat, um der körperlichen Überlegenheit des Schlägers zu entkommen. Da sind die Kinder bei der Hausbesichtigung vor vielen Jahren, die kaum Spielzeug und keine Bilderbücher hatten, aber einen  Vater mit Multimedia-Wunderland mit Kinosesseln und allem Drumunddran und ein Jugendamt, das bei unserem Hinweis nur die Schultern zuckte, ohne sichtbare körperlichen Misshandlungen könnten sie nicht viel tun, Ressourcenmangel. Da ist der bekannte, verheiratete Typ, den nicht nur ich bei einem Empfang vor mehr als einem Jahrzehnt beobachtete, wie er einer hübschen, jungen Kollegin die Hand aufs Hinterteil legt und zupackt. Da sind die Busengrapscher im überfüllten Bus, das eklige Hinterherpfeifen auf der Straße, das Winken mit einem Kondom beim Warten auf die Straßenbahn. Ich könnte ewig so weitermachen.

Es geht aber auch weniger körperlich und trotzdem falsch. Auch nach #Metoo wurde ich in einer beruflichen Konferenz als „Mäuschen“ bezeichnet, das mein Chef „mal zurückhalten“ solle – weil ich interessiert eine Frage gestellt hatte. Der Sprecher vermutete allerdings, ich könnte eine andere Ansicht haben als er, wenn er mir seine Antwort gibt. In einem Videocall wollte ein Mann – ein gutes Stück jünger als ich – warten, bis mein Chef dazukomme, mit der Sekretärin spreche er, wenn überhaupt, nur für Terminabsprachen. Dass ich die C-Level Leitungsperson sein könnte, war ihm gar nicht in den Sinn gekommen. Zu meinem Segen gab es bessere Angebote von nicht auf das Gender der Gesprächspartner:innen fixierter Mitbewerber:innen. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.

Ich weiß übrigens auch von Tätern – dem ehemaligen Lehrer, der mittlerweile verstorben, vorher aber noch verurteilt worden ist. Dem Jugendgruppenleiter ein paar Orte weiter, von dem irgendwann erzählt wurde, warum er damals nicht mehr mit zu den Ferienfreizeiten fahren durfte. Dem Priester, den ich früher einmal – wenn auch flüchtig – kannte und der heute vor Gericht steht. Dem Vorgesetzten, der gerne junge Mitarbeiterinnen zu teuren Sausen und was weiß ich noch allem einlud und ihnen das Blaue vom Himmel versprach, von dem dann nichts wahr wurde. Den Mitgliedern eines Aufsichtsgremiums, die nicht wahrhaben wollten, was nicht wahr sein durfte und wegschauten, bis es vor ihren Augen erneut geschah.

Keinen dieser Menschen kenne ich so gut, dass seine Telefonnummer in meinem Handy gespeichert wäre. Keiner gehört zu meinem Freundeskreis. Bei keinem hatte ich einen Verdacht, bevor Betroffene es öffentlich machten.

Die Naivität, die ich besaß, habe ich abgelegt. Was im Großen in New York sichtbar wurde, gilt für alle Ebenen unseres Lebens. Strukturen, die Frauen klein machen und ihnen Rechte absprechen, führen zu Menschen (nicht nur Männern), die Täter schützen und Opfer lächerlich machen; die öffentliches Berichten über Gewalt als Affront betrachten und sich provoziert fühlen, wenn die Wirklichkeit auf ihren kleinen Lebenskokon trifft. Strukturen, die Frauen nicht als gleichberechtigte Menschen ansehen, führen zu Wortklauberei darüber, wer eine Frau ist und wer das zu bestimmen habe. Strukturen, die davon ausgehen, dass es mehrere Klassen von Menschen gibt, geben denen den längeren Atem, die argumentieren, warum Menschen eben nicht gleich seien, warum manche Macht haben und anderen der Zugang zu Mitsprache verwehrt werden müsse. In solchen Strukturen wird die Frau, die – längst öffentliche – misogyne Äußerungen eines Politikers anprangert, skandalisiert und nicht die Äußerungen.

Diese Strukturen werden nicht aufgebrochen, weil es auch Prominente trifft. Um diese Strukturen aufzubrechen, brauchen wir das unermüdliche Wirken von Menschen, die eine andere Haltung einnehmen; die es ernst meinen mit Gleichberechtigung, Menschenwürde, Solidarität und gemeinschaftlichem Einsatz. Um diese Strukturen dauerhaft zu verändern, brauchen wir Menschen, die bereit sind, auch andere Meinungen anzuhören, nach Kompromissen zu suchen, neue Wege zu gehen, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Wir brauchen Menschen, die laut sind gegen Hass und Hetze, die solidarisch sind mit den Opfern – der einzelnen Taten und der systemischen Gewalt.

Im Allgemeinen nennen wir das, was wir brauchen, eine engagierte Zivilgesellschaft. Dazu Medien, die über Missstände berichten, auch wenn es keine Prominenten betrifft und die das Engagement von Zivilgesellschaft nicht für selbstverständlich halten, sondern aktiv darüber berichten, dass dieses Engagement existiert (ja genau: Sagen, was ist). Was wir nicht brauchen sind Politiker:innen, die alles dafür tun, genau dieser Zivilgesellschaft die Unterstützung zu entziehen.

Bemerknisse in Rom

Ich verfüge seit Kurzem über einen neuen Luxus. Also genauer gesagt über etwas, das ich als Luxus empfinde, das aber anderen wie eine Verrücktheit oder gar Last vorkommen mag. Was luxuriös ist, definieren hier im Hause Argueveur nicht etwa exorbitant hohe Preise, Seltenheit oder die Werbung bestimmter Marken, sondern einzig und allein das Gefühl, wie sehr wir uns verwöhnt vorkommen von jemandem oder etwas.

Aber ich schweife ab. Mein ganz persönlicher Luxus ist, dass ich seit Neuestem ab und an in Rom arbeiten – und dann immer auch inmitten großartiger Menschen leben – kann. Im Februar habe ich diesen Luxus ausführlich genossen und die Stadt, die ich als Jugendliche und junge Frau einmal touristisch und einmal als Berichterstatterin kennen- und so ganz und gar nicht lieben lernte, ganz anders entdeckt. In freien Stunden wanderte, schlenderte, bummelte, staunte ich mich durch die Stadt. Hin zu bekannten Sehenswürdigkeiten, aber auch durch „meinen“ Stadtteil, vorbei an seinen Wohnblocks und Hochhäusern, kleinen Parks, Supermercatos, Obst- und Gemüseständen und Bäckereien; an denen ich selbstverständlich nicht immer vorbeigehen konnte.

In Rom gibt es von allem viel. Ausgrabungen; Kunst aus allen Jahrhunderten und Jahrtausenden; Menschen; Verkehr. Prachtvolle Hotels mit elegant gekleideten Portiers; Hinterhöfe, aus denen teure Limousinen auf die Straße rollen und dabei einen kurzen Blick freigeben auf Säulen und üppigen Pflanzenbewuchs, kleine Brunnen und Statuen. Kirchen und Antiquitäten-Läden, aber auch eine Reihe garagenähnlicher Geschäfte, Baumärkte, Rahmenhandlungen (für Bilderrahmen), Floristen hinter Wellblech-Toren – nicht nur, aber auch mitten im Gewusel der Straßen um den Campo di Fiore. Taschendiebe. Armut und Obdachlosigkeit, Menschen, die sich im Schatten von Orten, an denen es Essensreste oder kostenloses Trinkwasser geben könnte, nahezu unsichtbar machen; fast zahnlose Verkäuferinnen auf kleinen Märkten, die sich nicht drum scheren, ob die Käuferin italienisch spricht und fröhlich drauflos erzählen. Straßenhändler, die Drogen, Powerbanks und Regenschirme anbieten – je nachdem, wie sie die Bedürfnisse ihres Gegenübers gerade einschätzen. Vermutlich zählen sie zu den besonders geübten Menschenkennern oder zumindest Verhaltenslesern.

Wenn es regnet (und es regnete oft und viel), kann man die Einheimischen besonders gut erkennen. Sie haben meist keine Schirme, sondern halten sich die Jacke, eine Aktentasche oder die Tüte mit den Einkäufen über den Kopf und eilen vorbei. Sie müssen sich den Weg nicht mithilfe von Apps oder Schildern erschließen, sondern wissen, wohin sie wollen. Sie weichen den Touristenmassen aus und blicken dazu ausschließlich auf die Füße. Sie wissen, wo die tiefen Schlaglöcher sind und springen geübt über Pfützen, die heimlich zu halben Swimmingpools geworden sind, in denen die Nicht-Eingeweihten bis über die Knöchel versinken.

Bei Sonnenschein sind die Einheimischen die mit den Winterjacken, den Schals und Handschuhen. Sie gehen morgens früh aus dem Haus und vertrauen den Sonnenstrahlen, die die Stadt schnell auf 15 Grad erwärmen, noch nicht über den Weg. Sie wissen um die Kraft von Schatten und Windböen, die sich zwischen den Häuserfassaden und in den Gassen fangen und austoben. Frühling? Vielleicht in den ersten Knospen an Blumen und Sträuchern. Änderungen bei der Kleiderwahl verdient das aber noch nicht.

Ich bin im Schwarzwald aufgewachsen und habe dort beobachten können, wie mit einer steigenden Anzahl von Gästen die Effizienz in Abläufen gesteigert wurde. Die Menschen, die zu Besuch kommen und die Region entdecken wollen, sollen diese schließlich von ihrer besten Seite kennenlernen. Ein Grund für die Effizienz: Die Besucher:innen sollen es bequem haben und gerne wiederkommen. Der andere: Den Gastgeber:innen sollen die gut geplanten Abläufe ein möglichst profitables Geschäft ermöglichen.

In Rom sehe ich davon nur wenig. Ob Menschen wiederkommen, ist hier nicht so wichtig – es gibt genügend Attraktionen aus allen Epochen, Kulturen und Überzeugungen, die immer neue Menschen anlocken. Cafés, die sich so weit ausbreiten, dass keiner mehr an ihnen vorbeikommt, sind nicht effizient – aber unglaublich gemütlich. Es meckert auch niemand, wenn man nur einen Espresso bestellt und dann über eine Stunde in der Sonne sitzt, liest oder tagträumt, statt 1,10 Euro dann nicht viel üppigere 1,50 Euro zahlt und lächelnd weitergeht. Im Gegenteil, der Oberkellner, der sich freundlich im Hintergrund hielt und kein einziges Mal aufdringlich fragte, ob ich nicht doch noch etwas konsumieren wolle, macht mir noch Komplimente zu meiner Handtasche und wünscht mir einen schönen Tag.

Eine Stadt, die man nicht gut untertunneln kann für Metro-Linien – zu viele historische Schätze – hat natürlich auch keinen besonders effizienten ÖPNV. Busse fahren schlängeln und warten sich durch den dichten Verkehr, wer kann, sucht sich mit einer Vespa oder einem kleinen Roller Lücken zum Durchschlüpfen, erstaunlich viele kleine eAutos surren durch die schmalen Gassen. Direkt vor dem Petersdom lädt ein Polizeiauto seine Batterie – im Vatikanstaat sind Verbrenner längst ein Auslaufmodell, in vier Jahren soll die gesamte Fahrzeugflotte mit Strom unterwegs sein.

Ein muskulöser Herr trägt einen riesigen Strauß Blumen im Arm. Als wir einander näher kommen, sehe ich, dass es keine Blüten sind, sondern Artischocken in verschiedenen Farben. Ich beneide ihn und die Menschen, mit denen er sie verspeisen wird – und bekomme Vorfreude auf den Besuch eines bretonischen Markts beim Urlaub im Spätsommer.

In der Kirche Il Gesú ist die „Macchina barocca“ außer Betrieb. Wie lange genau? Solange die Wartung der Elektrik eben dauert, besagt das Informationsschreiben. Zwei junge Franziskaner-Patres sehen sehr traurig aus, als sie das nicht besonders augenfällige Schild entdecken. Mit gesenkten Köpfen gehen sie zum Beten in eine der Andachtskapellen. Das Schild dort ist deutlich größer und warnt in fettgedruckten Lettern in mehreren Sprachen davor, hier zu fotografieren. Strictly forbidden. Die zwei sehen sich kurz verschwörerisch an, greifen unter ihre Kutten, zücken ihre Handys und bevor der Ordner mit den Adleraugen sie erreicht hat, haben sie ihr Erinnerungsfoto schon gemacht und sind nicht mehr ganz so gemäßigten Schrittes auf dem Weg nach draußen. Der ältere Herr schüttelt den Kopf, muss dann aber doch lächeln. Er zuckt mit den Schultern und bietet zwei Touristinnen an, ein Foto mit ihnen vor der Statue des heiligen Ignatius zu machen.

Abends, von einer der Brücken über den Tiber aus gesehen, sieht die leuchtende Kuppel des Petersdoms prunkvoll aus. Ihr Glanz spiegelt sich im Wasser. Auch der Largo di Torre Argentina sieht am Feierabend romantisch aus. Die Ausgrabungen heben sich im letzten Tageslicht vom Hintergrund ab, eine der vielen streunenden Katzen putzt sich ausgiebig und legt sich schnurrend auf einen der warmen Steine des Pompeius-Theaters – der Ort, an dem Julius Cäsar ermordet wurde. Trotz dieses Wissens ist von den Verwerfungen, die Politik, Kirche und andere Mächtige produzieren, hier in der Stadt und mit etwas Abstand, nicht viel zu spüren. Aus der geöffneten Tür eines Ristorante klingt lautes Lachen über die Straße, während ich in den Bus steige.

Die Bäckerei gegenüber der Bushaltestelle hat am Abend noch geöffnet. Eine Handvoll älterer Damen und Herren sitzt um einen kleinen Tisch vor der Tür. Das Schaufenster spendet gerade eben noch genug Licht, um das Kartenspiel zu vollenden und die letzten Stücke vom Focaccia zu verspeisen, bevor der kleine Laden schließt. Der Kiosk gegenüber räumt die Zeitschriften und die Überraschungstüten, die die Kinder nach Schulschluss unschlüssig begutachtet haben, sicher ein. Vor dem kleinen Supermarkt beschnuppern sich zwei Hunde, die draußen warten müssen. Über meinem leuchtend gelb gestrichenen Zuhause auf Zeit geht der Vollmond auf. Das Licht der Metropole leuchtet herauf bis zu unserem Stadtrand.