Kleine Highlights

Schon wieder eine Woche, die vorbei ist, bevor ich richtig gemerkt habe, dass sie angefangen hat. Und das lag nicht nur am Feiertag am Montag. Aber ein paar Highlights sind mir im Gedächtnis geblieben. Und wenn ich so zurückschaue frage ich mich mal wieder, wie das alles in diese paar Tage gepasst haben kann.

Ich bin zur Wahlhelferin für die Kommunalwahl im September berufen worden. Es wird sicher spannend, wie viele Menschen dann wirklich wählen kommen, oder ob Briefwahl der neue Trend wird. Das ist ein Dienst, das ich total gerne tue. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Dienst an der Demokratie. Das klingt pathetisch, aber ein bisschen demokratisches Pathos kann in Zeiten wie diesen ja nicht schaden.

Durchaus auch im Gedächtnis bleiben wird mir mein sprachloses Unverständnis über die Lage in den USA. Entsetzen. Empörung. Und eine Gefühl von sehr großer Rat- und Hilflosigkeit. Auch an den ‚Brennpunkt‘ zum Thema Rassismus in der Sendung von Carolin Kebekus werde ich mich erinnern. Und an das gespaltene Gefühl, dass ich mich über die Bilder der großen Solidaitätsdemos freue und gleichzeitig hoffe, dass diese nicht zu Coronavirus-Superspreader-Events werden.

Igor Levit wurde auf Twitter zum Musikwesir in Hasnain Kazims Kalifat ernannt und hat das Kazoo zum Nationalinstrument erklärt. Und jetzt ratet mal, was der Lieblingsmensch gerade gekauft hat. Einmal voll im Trend. Hammer.

Der Lieblingsmensch hat sich übrigens ein Corona-Hobby zugelegt und spielt jetzt Altblockflöte. Wenn er übt, arbeite ich meistens noch und machmal singe ich dann beim Website-Bauen Beatles-Songs oder irische Folk-Songs mit. Beides nicht vorführreif, aber sehr beglückend. Ungeahnt Vorteile des Homeoffice.

Zum ersten Mal Frisör seit Februar – und zum ersten Mal nicht mit dem Vorsatz, eine Frisur zum Glätten zu bekommen, sondern mit Lust auf Locken. Denn seit einigen Monaten ringeln sich die Haare fröhlich vor sich hin und jetzt sind sie zwar ein ganzes Stück kürzer, aber ich freue mich an den Wellen.

Regen. So richtig ausreichend Regen. Landregen am Tag und beruhigendes Tröpfeln zum Einschlafen am Abend. Hagel und Regenbogen. Ich kann mich gar nicht genug freuen. Regen. Hachz.

Spaziergänge mit dem Lieblingsmenschen, bei denen es so wunderbar nach Sommer roch und nach Holunderblüten und Rosen.

Kaffeetrinken mit Fraisier und Schneekuchen auf der Terasse. Zum ersten Mal seit Wochen Freunde gesehen, die nicht so online-affin sind und auch nicht so gerne telefonieren. Mit Abstand und allem drum und dran, aber trotzdem großartig.

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