Schlagwort-Archive: Weihnachtsplätzchen

Zeit schenken

grüne und rosa Macarons auf einem GebäcktellerDiverse Händler haben es in diesem Jahr im Bild umgesetzt – Geschichten erzählen ist das neue Werbeerfolgsgeheimnis. Aber sie haben ja recht: Zeit schenken ist einfach am schönsten. Die Zeit, die ich beim Schreiben der Weihnachtspost verbringe, beim Aussuchen und dann beim Einpacken der Geschenke, die Zeit für ein ausgiebiges Telefonat, für einen Besuch beim Adentsfenster.

Und Zeit mit guten Freunden. Mitten in der Adventshektik einen Nachmittag alles andere sein lassen, die Küche und ihre Utensilien mit Zucker und Schokolade einsauen, den Backofen heiß laufen lassen und dabei reden, schweigen, Musik hören, tanzen, Kaffee trinken, Gemüse knabbern, Fotos machen und glücklich sein.Rührmaschine rührt lila eingefärbten Eischnee

Wenn man diese Zeit dann noch mit den nettesten Ladies verbringt, die die Küche in diesem Jahr bevölkert haben und dabei wundervolle Macarons entstehen, dann ist es einfach ein wundervoller Adventstag. Dankeschön, ihr wisst, wer ihr seid <3grüne Macaronschalen auf einem Backblechverschiedene Macarons auf einem Tellerchen angerichtet

Weihnachtsmänner und Tannenbäumchen

Dieser Tage brauchte ich ein Einstandsgeschenk für eine ganze Menge Menschen. Und was liegt bei mir näher, als was zu backen? Genau, nicht besonders viel. Daher weihnachtete es beim Einstand deutlich.Weihnachtsmann-Plätzchen aus Brownies

Die Grundlage für die fröhliche Weihnachtsmann-Bande bildet ein Brownieteig, den ich mit ein wenig Lebkuchengewürz aufgepeppt habe:

  • 4 Eier
  • 175 g Zucker
  • 125 g brauner Zucker
  • 125 g Kakaopulver
  • 75 g Mehl
  • 200 g geschmolzene Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Lebkuchengewürz

Die Eier werden schaumig aufgeschlagen, bis sie ganz hell sind (das dauert ein wenig, ist aber wichtig, damit der Teig gut „steht“). Dann den Zucker hinzugeben und gut verrühren.

Mehl, Kakao, Salz, Lebkuchengewürz und Mehl vermischen und auf niedriger Stufe gut unterrühren. Die geschmolzene Butte beim Rühren nach und nach dazugeben und alles zu einer cremigen Masse verarbeiten.

Den Teig auf einem Blech verteilen – mit hochgeschlagenem Backpapier dafür sorgen, dass er sich nicht auf der gesamten Fläche verteilt und zu dünn wird.Brownie-Weihnachtsbäume

Bei etwa 170°C für ca. 30 Minuten backen. Auskühlen lassen und dann in Dreiecke schneiden. Mit Zuckerguss, Perlen und Zuckerschrift dekorieren, so dass Weihnachtsmänner und Tannenbäumchen entstehen.

Viel Spaß!Noch mehr Weihnachtsmann-Brownie-Plätzchen

Hildabrötchen in der Schokovariante

Adventszeit ist Backzeit. Und beim Entspannen hilft das Teigkneten auch. Die Maschine ist daher dieser Tage des öfteren arbeitslos 🙂

Zusätzlich zu den traditionellen Hildas, die hier im Advent Pflicht sind, gibt es bei uns in diesem Jahr zum ersten Mal eine Schokovariante, inspiriert von Miss Blueberrymuffin.Hildabrötchen vor der Keksdose

Für den Teig:

125 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
200 g Mehl
50 g Kakaopulver

Butter und Zucker aufschlagen, Ei gut unterrühren. Mehl und Kakao unter die Masse rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig für die Hildabrötchen für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Danach den Teig ausrollen und ausstechen. Ihr könntet auch Keksstempel versuchen – ich persönlich finde jedoch, dass die meisten Motive auf hellem Teig besser zur Geltung kommen.Verschiedene Stempelkekse und andere Plätzchen auf einem Tisch

Bei 180°C ca. 8-10 Minuten backen. Solange die Kekse noch warm sind, lassen sie sich besonders gut mit Marmelade füllen. Bei mir ist es Himbeermarmelade – die Mischung aus Schokosüße und Früchtsäure finde ich einfach ziemlich großartig.

Mit ein bisschen Puderzucker beschneien – servieren.

Habt einen schönen Advent!

 

Schoko-Crincle-Plätzchen

Fast überall hat es schon geschneit, im Vorgebirge nicht. Seit heute ist das zumindest in meiner Küche anders, denn es gibt Schoko-Crincle-Plätzchen mit einer Extra-Portion Schnee. Gefunden habe ich das Rezept bei Juliane von Schöner Tag noch. Da hier im Hause jedoch echte Schokoholics wohnen, habe ich das Rezept verändert und 70-prozentige Schokolade statt Vollmilch verwendet, den Zusatzkakao durch Mehl ersetzt und und etwas weniger Zucker verwendet.Schoko-Crincle-Plaetzchen mit Adventsdekoration

Hier mein Rezept:

200 g  dunkle Schokolade (70% Kakao-Anteil)
100 g Butter
2 Eier und 2 Eigelb
100 g Zucker
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
2 TL Zimt
1 Prise Salz
ca. 80 -100 g Puderzucker zum Wälzen

Schokolade und Butte über dem Wasserbad schmelzen und gut verrühren.
In der Zwischenzeit die Eier mit dem Zucker aufschlagen, das Mehl mit Backpulver, Zimt und Salz mischen und gut unterrühren. Zum Schluss die flüssige Schokoladenmischung unterrühren. Der Teig ist warm und weich. Abkühlen lassen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Schokoladen-Crincle-Plaetzchen vor einem Ton-Weihnachtsbaum

Wenn der Teig kalt und fester geworden ist, stecht ihr mit einem Löffel kleine Mengen ab und rollt diese in den Handflächen zu Kugeln. In Puderzucker wälzen und mit genug Abstand drumherum auf ein Blech setzen. Bei 170°C ca. 14 Minuten backen. Abkühlen lassen und dem Schokogenuss anheimfallen – oder verschenken, denn das Rezept ergibt 80 bis 90 Plätzchen.

Habt einen schönen Start in den Advent!

Weihnachtsbäckerei: Alle Jahre wieder

Etagere mit verschiedenen selbstgemachten PlätzchenAuf die Weihnachtsbäckerei freue ich mich immer schon Wochen vorher. Da kann man so richtig ausgiebig kneten, rühren, ausrollen und ausstechen, alte Traditionen pflegen und gleichzeitig kreativ sein. Ein paar Dinge sind bei uns Pflicht: Elisenlebkuchen, Spekulatiusplätzchen, Lebkuchen „am Stück“ nach einem alten Familienrezept (diesmal unter anderem in Form von Tannenbäumchen, mit einem großen Dankeschön an Aurélie für die Deko-Idee) und natürlich Spritzgebäck.

Da einige, die das Backwerk live und in Farbe genascht haben, nach den Rezepten gefragt haben, (und als Gedankenstütze für mich fürs nächste Jahr 😉 ) hier ein paar Rezepte:

Schoko-Tännchen

Weihnachtliche Brownies

Weihnachtliche Brownies

200 g Walnüsse
200 g Zartbitterschokolade (70%)
180 g Butter
3 Eier
100 g Zucker
125 g brauner Zucker
100 g Crème fraîche
110 g Mehl
Butter und braunen Zucker für das Blech

Im Prinzip ist das ein Brownie-Rezept, für das ich eine Basis von Victoire Paluel-Marmont ein wenig angepasst habe.
Zuerst die Walnüsse grob hacken. Dann die Schokolade im Wasserbad schmelzen, die Butter hinzugeben, ebenfalls schmelzen lassen und das Ganze zu einer glatten Masse verrühren.
In der Zwischenzeit die Eier und den Zucker gemeinsam aufschlagen, die Schokoladenmischung nach und nach dazugeben und gut verrühren. Nun noch das Mehl, die Nüsse und zum Schluss die Crème fraîche ausgiebig unterrühren.

Ein tiefes Backbleck (oder eine Backform, am besten rechteckig) buttern und mit braunem Zucker ausstreuen.

Bei 170°C etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen und dann die Masse in kleine Dreiecke schneiden. Mit Zuckerguss Linien auftragen und bunte Streusel als Weihnachtsbaum-Deko daraufstreuen. Trocknen lassen und am besten schichtweise, getrennt durch eine Lage Backpapier, in einer Dose lagern.

Elche auf Keks

Kekse mit Elchmotiv als Stempel aufgedrücktDie Elche haben bei uns mittlerweile auch Tradition. Ich backe sie immer mit Buchweizenmehl, wie die Glückskekse, die eindeutig auch unterm Jahr immer gut ankommen. Danke an Anja von Meine Torteria für die Anregung.

100 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
2 Eier
125 g Buchweizenmehl
125 g Weizenmehl

Zucker und Butter ausgiebig aufschlagen, Eier unterrühren und das Mehl unterkneten. Ich habe noch ein paar Umdrehungen aus meiner Vanillemühle dazugegeben – Vanillezucker geht aber auch – und den Teig etwas mehr als eine Stunde kaltgestellt.
Dann ausrollen, Elch-Stempel in den Teig drücken und drumherum ausstechen. Bei 180°C Ober-Unter-Hitze für 8 bis 10 Minuten in den Backofen schieben.

Elisenlebkuchen

3 Elisenlebkuchen, einer Natur, einer mit weißer Schokoglasur, einer mit dunkler Schokolade5 Eier
400 g Zucker
abgeriebene Schale von 2 Zitronen
3 EL Zitronensaft
1 Pck. Lebkuchengewürz
650 g gemahlene Mandeln
je 1 Pck Zitronat und Orangeat
1 Päckchen Backoblaten

Eier und Zucker so lange schaumig schlagen, bis die Masse ganz hell geworden ist. Alle übrigen Zutaten mit einem großen Löffel unterheben.

Den Teig auf die Backoblaten streichen und zwei Stunden antrocknen lassen.
Danach die Lebkuchen bei 160°C für ca. 20 Minuten backen. Sie sollten hellbraun werden. Abkühlen lassen und nach Belieben verzieren (zum Beispiel mit Schokolade, Zuckerguss, Punschglasur,…).

Hildabrödle / Spitzbuben

HildabrötchenIn meiner badischen Heimat heißen die mit Marmelade gefüllten Plätzchen Hildas (und Plätzchen nennt man Brödle, also Hildabrödle).

In der Eifler Familie meines Vaters nennt man sie Spitzbuben. Der Lieblingsmensch hat sie nun Hildaspitzen getauft. Wie auch immer: Sie gehören hier zum Pflichtprogramm.

400 g Mehl
160 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
200 g Butter
2 Eier

Hildabrötchen mit Sternausstecher in der MitteAus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen, kalt stellen. Dann ausrollen und die Hildakekse ausstechen. Wenn man Terrassen haben will, muss man mindestens 3 immer kleiner werdende Formen nehmen. Man kann aber natürlich auch Doppeldecker machen und braucht dann immer zwei gleiche Kekse. Wer mag, kann aus dem oberen Keks ein kleines Muster ausstechen, also zum Beispiel aus der Mitte eines großen Sterns einen kleinen Stern ausstechen. Da die Kekse nach dem Backen mit Marmelade gefüllt werden, sieht man diese dann durchscheinen.

Bei 180°C werden die Plätzchen etwa 8 bis 10 Minuten gebacken. Danach möglichst schnell mit Marmelade (wir mögen gerne Cassis, also schwarze Johannisbeere, oder Himbeer) bestreichen und zusammensetzen. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.

Mandel-Weihnachtsmänner

Kleine Mandelplätzchen it rot eingefärbtem Mützchen und KokosflockenbartUnd, dieses Mal neu im Sortiment und mal wieder eine Anregung aus Annas Kalorienreich. Anna hat einfach immer großartige Ideen und da konnte ich nicht wiederstehen und habe auch diese fröhlichen Mandel-Weihnachstmann-Bande gebacken und das Rezeot nur leicht angepasst:

250 g Mehl
250 g gemahlene Mandeln
150 g Butter
150 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker
1 TL Zimt
2 kleine Eier (oder ein großes, ich hatte aber nur kleine da 🙂
1 Prise Salz

Nahaufnahme von zwei WeihnachtsmännernAlle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens eine Stunde kalt stellen. Dann kleine Kugel formen (ich habe knapp 40 Stück herausbekommen) und zu Weihnachtsmännern weiterentwickeln, indem ihr die Mützchen zieht und ihnen ein wenig Schwung gebt. Ich habe die Weihnachtswichtel leicht angedrückt und bei 180°C etwa 20 Minuten gebacken. Dann den oberen Teig rot färben. Ich hatte noch rote Candymelts, die ich im Wasserbad geschmolzen und mit ein paar Tropfen Rapsöl geschmeidiger gemacht habe. Der Bart besteht aus Zuckerguss und Kokosraspeln. Augen aufsetzen oder aufspritzen, gut trocknen lassen, fertig.

Lebkuchen

3 Lebkuchen in Kegelform, mit gefärbter Schokolage grün angestrichen und mit Zukerfarbe und bunten Streuseln als Tannenbäumchen verziertDavon brauchen wir hier und zum Mitbringen immmer große Mengen. Das Familienrezept ist ein echter Exportschlager.  Es gab sie schon in Kastenform, als Guglhupf, als Muffins oder Cupcakes mit Spekulatiussahne oder Marzipandekor. In diesem Jahr sind es (unter anderem) kleine Tannenbäumchen geworden.

Wenn ihr erstmal kleinere Brötchen, äh Kuchen backen wollt, könnt ihr das Rezept ohne Probleme halbieren oder dritteln.

450 g Rübenkraut (vielleicht kennt ihr es auch als Zuckerrübensirup)
450 g Zucker
6 Eier
2 Tassen Milch
2 Päckchen Lebkuchengewürz
1 kg Mehl
2 Päckchen Backpulver

Lebkuchengugls und Schoko-TannenbäumchenDas Rübenkraut mit dem Zucker und den Eiern gut verrühren, dann langsam die Milch unterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Diese dann auf höherer Stufe schön luftig aufschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver und den Gewürzen mischen und nach und nach unterrühren. Es entsteht ein schwerer, dunkler, glänzender Teig.

In die gewünschten Formen füllen und bei 180°C etwa 45 bis 50 Minuten backen (Guglhupf oder Kastenfor). Kleinere Formen wie Muffins oder die Tannenbäumchen brauchen etwas weniger lang.

Bei der Dekoration könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Viel Spaß und guten Appetit!

Weihnachtsbäckerei

Natürlich gab es auch in diesem Jahr die übliche Küchenschweinerei, auch Weihnachtsbäckerei genannt. Mit dabei (leider nicht alle im Bild):

  • Hildabrötchen
  • Spritzgebäck
  • Weihnachtsbrownies
  • Elisenlebkuchen
  • Lebkuchen-Guglhupf
  • Whiskytrüffel
  • Vanillekipferl
  • Vanille-Dinkel-Elche
  • Macarons

Hier ein paar Bilder: