Links gegen das Schweigen XVI

Die letzte Sammlung ist ein wenig her, daher bekommt ihr heute eine Mischung aus aktuellen und älteren Links. Man hat so leicht das Gefühl, dass alles so schnell vorbeigeht und sich ständig ändert. Bei genauerem Hinsehen bleiben einige Erkenntnisse aber gültig, auch wenn die akute Lage in Idomeni oder Calais oder… ein wenig verändert hat.

Besetztes Haus in Köln mit Bettlaken mit der Aufschrift Refugees welcome

Man kann auch das Gefühl bekommen, dass wir alle langsam abstumpfen bei den vielen Meldungen von leidenden Menschen auf der einen und ängstlichen auf der anderen. Oliver Trenkamp plädiert auf SPON dafür, das eigene Mitgefühl nicht zu dimmen und denjenigen, die genau das immer wieder fordern, aktive Hilfe entgegenzusetzen.

Aktiv werden, sich äußern gegen diejenigen, die Mitgefühl nicht nur ablehnen, sondern aktiv bekämpfen, ist manchmal auch an Orten notwendig, an denen man es nicht auf den ersten Blick vermuten würde. In Hamburg-Blankenese zum Beispiel.

Menschen wir Frau K. tun das. Und Zoë Beck erzählt uns davon in bewegenden Worten.

Dirk V. hat auch geholfen. Bis über die eigenen Belastungsgrenzen hinaus. Er ist bekannt geworden durch einen Tweet, der den Tod eines Flüchtlings vom LaGeSo in Berlin meldete und der sich als falsch herausstellte. Der Tagesspiegel hat mit ihm gesprochen und es lohnt sich, den Text langsam und gerne auch zweimal zu lesen.

Die Zahl der Uno-Flüchtlinsghilfe stammt aus dem Februar, ist aber vermutlich immer noch aktuell: Jeden Tag ertrinken zwei Kinder im Mittelmeer. Jeden verdammten Tag. Also auch gestern. und heute. Und morgen. Und übermorgen. Die Nachricht schafft es aber schon lange nicht mehr auf die Titelseiten oder überhaupt in relevante Positionen der Berichterstattung.

Doch verzweifeln gilt nicht. Und zum Glück gibt es ja auch die andere Seite. Julia Schönborn zeigt, dass er längst da ist, der Aufstand der Anständigen.

Jagoda Marinic beschreibt in der taz ebenfalls, warum es nötig ist, klare Worte zu finden für die Anstand und gegen Rassismus.

Dass ein solches konkretes Engagement für Geflüchtete Früchte trägt, auch wenn es eben nicht immer einfach ist, erläutert Sr. Sabine Adam, Provinzoberin der Congregatio Jesu, in einem Interview.

Und schließlich: Wenn man sich auf konkrete Begegnungen einlässt, kann man erstaunliche und ganz wunderbare Dinge erleben.

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