Krieg! Aber gerecht.

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen bringen die Blumen zum Blühen, die Vögel zum Singen und machen ganze Horden von Nachbarskindern zu Kriegern, Wasserschlachtkriegern. Aus allen Richtungen kommen sie, bewaffnet mit kleinen und größeren Spritzpistolen, es wird genau ausgemacht, an welchen Wasserhähnen man nachladen und wo man vor Angriffen geschützt verschnaufen kann. Und dann geht es los – Feuer aus allen Rohren. In unserem Garten finden sich die ersten Flüchtlinge ein: Die Nachbarskatzen verschwinden unter der Hecke und dem großen Rosmarinstrauch und schnurren leise, weil wir sie nicht nass machen wollen 🙂

Nach der ersten Runde Wasserschlacht sind die Katzen trocken, aber die Mitglieder der einen Wasserschlachtpartei schon ziemlich nass. Mit einem Tempotaschentuch als Ersatz für eine weiße Fahne winken die Kleinen und bitten um eine Friedensverhandlung. Hauptargumente der Unterlegenen: „Das ist total ungerecht. Ihr seid mehr, bei euch sind mehr große Kinder und ihr habt die besseren Waffen mit größeren Tanks.“

Nach einigem Hin und Her werden die Mannschaften neu gemischt und die Waffen so lange getauscht, bis beide Gruppen etwa gleich stark sind. Kurz bevor die Sonne hinter dem Vorgebirge untergeht, sind alle nass. Und glücklich. Lachend verabreden sie sich zur nächsten Schlacht. Dann aber gleich gerecht.

 

 

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