Kategorie-Archiv: Backwahn

Sei immer du selbst. Außer…

… du kannst ein Einhorn sein. Dann sei immer ein Einhorn,

Es hat definitiv Vorteile, mit einem Nerd verheiratet zu sein. Einer davon ist das Verständnis für und die geteilte Zuneigung zu nerdigen Geschenken. Und so hat der Lieblingsmensch mir zum Geburtstag einen Einhornausstecher geschenkt. Da so viele bei der Party nach dem Rezept gefragt haben, das ich damit buk, und damit ich es selbst wiederfinde (Das Blog als Backbuch 🙂 ), schreibe ich es euch auf.Einhorn-Keks

Zutaten für die Einhorn-Kekse:

  • 250 g zimmerwarme Butter
  • 180 g Zucker
  • 20 ml Vanillesirup
  • 2 Eier
  • 500 g Mehl

So wird’s gemacht:

Butter und Zucker gründlich miteinander verrühren. Vanillesirup gut unterrühren. Dann die Eier unterrühren und alles zu einer glatten Creme aufschlagen. Nach und nach das Mehl dazugeben, bis ein glatter Teig entsteht.

Den Teig in Folie einwickeln und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Ich habe den Teig über Nacht gekühlt und am nächsten Tag verarbeitet. Verarbeitet heißt: Ausrollen, ausstechen, bei 180°C auf mittlerer Schiene im Backofen für 8 bis 12 Minuten backen.

Auskühlen lassen und verstecken bis zum Gebrauch. Sonst kann es passieren, dass einige der niedlichen Tierchen sich schon vorher in die Münder und Bäuche von zufällig vorbeikommenden Passanten Lieblingsmenschen verschwinden…

Pro-Tipp für Leute mit mehr Zeit und natürlich den passenden Regenbogen-Gummischlangen: Einhörner mit bunten Mähnen und Schweifen.

Habt es schön und mit viel Glitzer!

Zeit schenken

grüne und rosa Macarons auf einem GebäcktellerDiverse Händler haben es in diesem Jahr im Bild umgesetzt – Geschichten erzählen ist das neue Werbeerfolgsgeheimnis. Aber sie haben ja recht: Zeit schenken ist einfach am schönsten. Die Zeit, die ich beim Schreiben der Weihnachtspost verbringe, beim Aussuchen und dann beim Einpacken der Geschenke, die Zeit für ein ausgiebiges Telefonat, für einen Besuch beim Adentsfenster.

Und Zeit mit guten Freunden. Mitten in der Adventshektik einen Nachmittag alles andere sein lassen, die Küche und ihre Utensilien mit Zucker und Schokolade einsauen, den Backofen heiß laufen lassen und dabei reden, schweigen, Musik hören, tanzen, Kaffee trinken, Gemüse knabbern, Fotos machen und glücklich sein.Rührmaschine rührt lila eingefärbten Eischnee

Wenn man diese Zeit dann noch mit den nettesten Ladies verbringt, die die Küche in diesem Jahr bevölkert haben und dabei wundervolle Macarons entstehen, dann ist es einfach ein wundervoller Adventstag. Dankeschön, ihr wisst, wer ihr seid <3grüne Macaronschalen auf einem Backblechverschiedene Macarons auf einem Tellerchen angerichtet

Spiel-Adventskalender 2016: The Game

In diesem Jahr bin ich mit allem spät an. Daher passt es, dass auch der Adventskalender für meinen Mann erst heute hier erscheint. Im Rheinland sind Dinge ja ab dem dritten Mal eine Tradition. Also kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich traditioneller Weise wieder einen Spiel-Adventskalender für meinen Lieblingsmenschen gebacken habe. Nach Funkenschlag und Marco Polo war in diesem Jahr eines unserer aktuellen Lieblingsspiele an der Reihe: The Game.

Kekse aus dem The Game-Adventskalender nebeneinanderThe Game – Das Kartenspiel

Das Spielprinzip ist ganz einfach: Es gibt zwei Karten mit einer 1 und einem Pfeil nach oben und zwei Karten mit einer 100 und einem Pfeil nach unten. Alle anderen Karten dazwischen – also die Karten zwischen 2 und 99 – müssen nun abgelegt werden. Kooperativ. Dabei darf man allerdings nicht sagen, welche Karten man auf der Hand hat. Man kann aber angeben, auf welchen Stapel man gerne spielen möchte und wo am besten vorher keiner mehr etwas ablegen sollte. Ziel ist es, gemeinsam das Spiel zu besiegen.

Wer an der Reihe ist, muss mindestens zwei Karten ablegen und dann wieder nachziehen. Wenn jemand keine oder nicht genug Karten ablegen kann, ist das Spiel zu Ende. Ziel ist es, alle Karten los zu werden, bevor das passiert. Klingt einfach, ist aber durchaus schwer zu gewinnen. Manchmal kann man es einfach nicht verhindern und muss Karten ablegen auf einem Stapel, den ein anderer Mitspieler als reserviert markiert hat. Oder man verspekuliert sich und hofft vergebens auf Mitspieler, die mit einer Karte, die genau 10 kleiner ist als die, die gerade oben liegt, einen Rücksprung initiieren könnten.

Da wird in unseren Runden durchaus heiß diskutiert und es wird ganz schön emotional. Da kann man grübeln oder spontan aus dem Bauch entscheiden. Die anderen glücklich machen oder das Unverständnis aller auf sich ziehen. Und das alles in wenigen Sekunden. Eine schöne Herausforderung. Vor allem aber macht The Game richtig viel Spaß.

The Game – der Adventskalender

Keks mit der Aufschrift The Game in roter ZuckerschriftIn meinem Adventskalender gibt es natürlich nur 24 Karten. Die sind dafür aus Keks mit Schokoüberzug und Zuckerschrift.Karte mit 1 und Keks mit 24

Für alle Neugierigen, hier das Rezept. Ich habe dafür den Teig der Kürbistarte weihnachtlich abgewandelt, weil der Lieblingsmensch den so gerne mochte.

  • 250 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 400 g Mehl
  • 6 Esslöffel lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken
  • 1 Messerspitze Macisblüte
  • 1 Messerspitze gemahlener Kardamom

Butter, Zucker und Salz miteinander verrühren. Die Hälfte des Mehls unterrühren, dann das Wasser hinzugeben und verrühren. Schließlich den Rest des Mehls mit den Gewürzen mischen und gut unterrühren.

Teig ausrollen, Rechtecke ausschneiden und bei 180°C 12 bis 15Minuten lang backen. Mit Schokolade und Zuckerschrift verzieren. Jeden Tag eine Karte naschen. Viel Spaß!

Kürbis-Mandel-Kuchen mit Zimt

Kürbis ist im Hause Argueveur ein Lieblingsessen. Als Suppe, als Ofengemüse, als Quiche,… in allen Varianten. Seit letztem Jahr gerne auch süß. Da ich die Tarte in diesem Jahr zwar wieder gebacken, aber verschenkt habe, habe ich für den Lieblingsmenschen und ein paar nette Kuchenschnorrer eine neue Variante ausprobiert: Kürbis-Mandel-Kuchen mit Butternut-Kürbis.Kürbis-Mandel-Kuchen auf einer Kuchenplatte

Als Grundlage für den Kürbis-Mandel-Kuchen diente mir dieses Rezept. Da der Lieblingsmensch aber einen herrlichen Butternut statt eines Hokkaido mitgebracht hatte, habe ich das Ganze ein wenig variiert. Hier kommt meine, von allen sehr lecker gefundene, Variante.

Zutaten

  • 400 g Butternut-Kürbis
  • 6 Eier 
  • 300 g Zucker
  • 350 g gemahlene Mandeln
  • 5 EL Mehl
  • 1 EL Backpulver 
  • Saft einer halben Limette
  • Abrieb einer Limettenschale
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung

Den Kürbis vierteln, entkernen und auf mittlerer Schiene im Backofen bei 180°C 45 Minuten lang schmoren. Nach dem Abkühlen lässt sich die Schale ganz leicht abziehen. Dann das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, bis ein schönes Kürbismus entsteht.

Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Zucker gut 5 Minuten schlagen, bis die Masse weiß und fluffig geworden ist. Nach und nach die Hälfte der Mandeln und das mit Backpulver gemischte Mehl hinzugeben. Dann das Kürbismus unterrühren und die restlichen Mandeln, den Zimt, den Limettensaft und die Limettenschale dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

Zum Schluss das Eiweiß zu Schnee schlagen und langsam in den Mandel-Kürbis-Teig unterheben.angeschnittener Kürbis-Mandel-Kuchen

Ich habe eine Guglhupfform verwendet, ihr könnt aber auch eine Springform oder Muffin-Förmchen nehmen. Bei 180°C für 60 Minuten in den Ofen schieben. Wenn der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.

Tipp: Der Kuchen sollte gar sein (Stäbchenprobe), muss aber nicht völlig trocken gebacken werden. Das Kürbispurré macht den Rührteig sehr schön saftig. Weshalb ich mich genau dafür entschieden habe und den Kürbis nicht reiben wollte. Auch das kann ja eine saftige Basis ergeben, aber die Konsistenz des geschmorten Kürbis‘ finde ich ja einfach immer besonders großartig. Durch die nussige Buttrigkeit des Butternut und den Zimt schmeckt der Kuchen fast schon ein wenig adventlich.Stück vom Kürbis-Mandel-Kuchen auf einem Tellerchen

Beim nächsten Mal werde ich weniger Zucker und vermutlich auch braunen Zucker nehmen – das könnte sehr gut harmonieren.

Diese Kürbis-Variante kommt auf jeden Fall in meine Immer-wieder-Back-Liste. Hammer!

Pinwheel: sommerliches Gemüse-Rad

Sommer ist hier Gemüsezeit. Und weil ich schon lange nichts mehr gebacken habe, wollte ich einmal etwas Neues ausprobieren. Ich ließ mich von Backliebelei und dem Knusperstübchen inspirieren und habe mich an einem Pinwheel versucht.

vegetarisches Pinwheel mit GemüsefüllungDas Ganze war überraschend schnell gemacht und schmeckte für den ersten Versuch ungewöhnlich lecker.

Da wir Gäste hatten, und diese das Rezept haben wollen, und natürlich, weil ich das sicher wieder mache, kommt hier meine sommerlich-gemüsige Variante des Pinwheels.

gemuese-pinwheel-vor-dem-backen-zwei-ofenfertige-portionenTeig für 2 große Gemüse-Räder:

1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
3 TL Honig
2 TL Salz
100 ml lauwarmes Wasser
200 ml zimmerwarme Milch
4 Eier
80 g Butter

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefe in die Mulde bröseln und den Honig sowie etwas von dem Wasser darüber geben und 15 Minuten gehen lassen.

Alle weiteren Zutaten hinzufügen und den Teig 5 Minuten kneten. Falls er etwas zu weich ist, könnt ihr noch ein wenig Mehl hinzugeben. Den fertigen Teig etwa eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung vorbereiten.

gemuese-pinwheel-vor-dem-backenZutaten für die Pinwheel-Füllung:

250 g Schmand
250 g Magerquark
750 g gemischtes Gemüse
Salz
Pfeffer
Kräuter der Provence
Rosenpaprika

 

Schmand und Magerquark gut miteinander vermischen, bis eine glatte Masse entsteht.

Gemüse würfeln. Ich habe Zucchini, Paprika, Cocktailtomaten, frische Champignons und Frühlingszwiebeln verwendet.

Zwei Quicheformen buttern und mehlen und bereitstellen.

Wenn der Teig gegangen ist, knetet ihr ihn mit den Händen nochmals gut durch, teilt ihn in zwei Hälften und rollte beide zu Rechtecken aus. Jedes Rechteck bestreicht ihr mit der Hälfte der Schmand-Quark-Mischung und würzt sie nach Belieben mit Salz Pfeffer, Paprika und Kräutern. Gemüse darüber verteilen und das Ganze in Streifen schneiden.

gemuese-pinwheel-vorbereitungNehmt den äußersten Streifen und rollt ihn zu einer kleinen Schnecke. Diese legt ihr auf den nächsten Streifen und rollt diesen um die Schnecke herum. Das könnt ihr auch mit dem dritten Streifen noch gut machen. Dann setzt ihr die kleine Gemüseschnecke in die Mitte der Form. Nehmt nach und nach die Teig-Gemüse-Streifen auf und legt diese um die Schnecke herum, bis der Teig aufgebraucht und die Form gefüllt ist.

Das Gemüse, das beim Wickeln heruntergefallen ist, steckt ihr zum Schluss einfach wieder zwischen die Teigstreifen. Lasst die Räder dann nochmal ca. 15 bis 20 Minuten gehen. Service-Hinweis: Wenn man sie deutlich länger stehen lässt, weil man zuerst mit den Gästen noch ein Brettspiel ausprobieren möchte, werden die Räder Monster, die unbedingt aus der Form ausbrechen wollen. Für euch getestet. Bitte gern geschehen, keine Ursache. 🙂

gemuese-pinwheel-gebacken

Zum Schluss backt ihr euer Pinwheel im vorgeheizten Backofen bei 180°C circa 25 bis 30 Minuten lang. Wir mochten die etwas weniger durchgebackene Variante lieber, da sie mehr Gemüsecharakter hatte. Das zweite Rad habe ich 5 Minuten länge backen und es schmeckt deutlicher nach Brot.

Noch warm servieren und einen kleinen Salat dazu reichen. Oder kalt in Scheiben schneiden und mit etwas Ziegenfrischkäse bestreichen. Hmmmm.

gemuese-pinwheel-im-anschnitt

Alternative Gestaltungsideen:

Auch Auberginen, Schafskäse und etwas Knoblauch hätten sicher gut dazu gepasst. Wird beim nächsten Mal ausprobiert.

Der Lieblingsmensch wünscht sich eine griechische Pinwheel-Variante mit Feta, Oliven und getrockneten Tomaten.

Für den Herbst kann man das Gemüserad sicher auch in einer Flammkuchen- oder Zwiebelkuchenvariante mit Speck und Zwiebeln zubereiten.

Und natürlich kann man das Ganze auch als süße Leckerei (so zum Beispiel) gestalten.

Guten Appetit!

Die allerbesten Blaubeermuffins

Der Lieblingsmensch hat zwei Lieblingskuchen: Far breton und Blaubeermuffins. Beim bretonischen Kuchen ist das Rezept eines (klar: bretonischen) Freundes unschlagbar.

Blaubeermuffin in einem blauen Förmchen auf einem TellerAber bei den Blaubeermuffins habe ich gefühlte hundert Rezepte ausprobiert. Die waren alle nicht schlecht, aber seit ich Miss Blueberrymuffin und ihr Blaubeermuffinrezept gefunden habe, wird kein anderes mehr gebacken. Und da jemand gerade „mein Rezept“ haben wollte, schreibe ich euch heute meine Version auf, auch wenn ich gerade aktuell keine Muffins gebacken habe (schnüff). Denn: Ein klein wenig habe ich das Rezept mittlerweile abgewandelt. Aber lest – und backt – selbst.

 

Zutaten:
100 g Butter (zimmerwarm)
100 g Zucker
2 Eier
200 g Naturjoghurt
20 ml Vanillesirup
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
200 g Blaubeeren (frisch oder aus der Tiefkühltruhe)

So geht’s:
Zucker und Butter aufschlagen, bis sie sich zu einer hellen Crème verbunden haben. Die beiden Eier hinzugeben und wieder aufschlagen, bis die Crème hell und fluffig geworden ist. Den Joghurt auf niedriger Stufe unterrühren, dann den Vanillesirup gut verrühren.

Zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zum Teig hinzugeben. Alles auf mittlerer Stufe zu einem glatten schweren Teig verrühren. Frische Blaubeeren können jetzt untergehoben werden. TK-Beeren sollte man besser schichtweise immer abwechselnd mit dem Teig in die Muffinförmchen geben. Wer lieber einen grünen Teig haben möchte (ergibt sich aus der Mischung von gelb und blau), kann die TK-Beerchen natürlich auch gleich unterrühren. Ich habe das irgendwann mal für euch getestet: Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, sieht aber gewöhnungsbedürftig aus.

Egal, welche Farbe eure Muffins haben, nachdem ihr sie in die Förmchen gefüllt habt: Am Ende verschwinden sie für ca. 20 bis 25 Minuten bei 180°C im Ofen. Und danach sehr, sehr schnell in den Mündern der Gäste. Wenn ihr viele von denen erwartet, verdoppelt ihr also besser das Rezept, denn es reicht „nur“ für 12 Stück.

Drei Blaubeermuffins auf einem Teller

Fluffiges Osterlamm

Traditionell gibt es hier an Ostern ein süßes, fluffiges Lämmchen. Damit ich das Rezept nicht jedes Jahr aus irgendwelchen Untiefen hervorkramen muss (und weil ihr es vielleicht nachmachen wollt), schreibe ich es hier auf.

Gebackenes Osterlamm

Man nehme:

200 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
125 g Butter
3 Eier
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1/2 Tasse Milch

Osterlamm mit Puderzucker vor bunten Tulpen

Osterlamm

Zucker und Butter gut verrühren. Eier trennen und die Eigelbe unter die Butter-Zucker-Masse rühren. Die Milch zugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.
Übrigens: Im Originalrezept stehen 250 g Zucker – uns ist das zu heftig, aber wenn ihr es gerne extra-süß mögt – nur zu.

Mehl und Backpulver mischen und mit der Masse verrühren. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und nach und nach unter den Teig heben.

In die gebutterte und gemehlte Lämmchenform geben und bei 170°C für ca 30 Minuten backen.

Wenn ihr die doppelte Menge nehmt, gibt es auch noch einen Teddy. 🙂

Gebackener Teddybär

Zitronen-Joghurt-Kuchen mit Überraschung aka Konfettikuchen

Am Samstag vor Karneval ist hier bei uns im schönen Vorgebirge traditionell Karnevalsauftakt mit dem Kinderkarnevalszug. Und nach dem Zoch gibt es eine karnevalistische Kaffeetafel. In diesem Jahr habe ich – Tusch bitte, Herr Kapellmeister – einen Konfettikuchen gebacken.

Der Zitronen-Joghurt-Kuchen mit Smarties von obenWie das geht? Ganz einfach.

Grundlage ist ein Zitronen-Joghurt-Kuchen. Dafür braucht ihr:

250 g Butter
300 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
5 Eier
1 unbehandelte Zitrone
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
500 g Joghurt
1 große Dose Smarties

Zucker und zimmerwarme Butter cremig rühren (Geduld haben, das dauert ein wenig, lohnt sich aber). Die Eier nach und nach unterrühren und die Creme gut aufschlagen. Die Schale der Zitrone abreiben und die Zitrone auspressen. Zitronenabrieb und Zitronensaft unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach unterrühren. Zum Schluss den Joghurt hinzugeben und ebenfalls verrühren.

Den Teig in eine 26-er Springform geben und bei 180°C für ca. 50-60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Gesamtansicht des KonfettikuchensWährend der Joghurt-Zitronen-Kuchen im Ofen ist, könnt ihr die Füllung vorbereiten. Für die Joghurt-Schmand-Crème braucht ihr:

200 g Schmand
200 g Naturjoghurt
125 Gelierzucker 1:1
Saft einer Limette (Zitrone geht natürlich auch, ich hatte aber noch eine Limette da, daher gibt es Limetten-Crème)

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und die Crème kalt stellen.

Detailaufnahme des halbierten Kuchens mit den Smarties in der Mitte

Den Kuchen auskühlen lassen und dann in drei Lagen schneiden (ich nehme dafür einen Schneidedraht, ihr könnt aber natürlich auch ein Messer verwenden). Damit aus dem Zitronen-Joghurt-Ungetüm ein Konfettikuchen wird, schneidet ihr aus der mittleren Lage (zum Beispiel mit einem Glas) eine kreisförmige Öffnung aus.

Kuchen mit Smarties in der mittleren Lage

Gebt etwa ein Drittel der Crème in einem Kreis auf die untere Lage Kuchen und setzt die mittlere Lage (die mit dem Loch) auf die untere Lage. Füllt das Loch mit Smarties und gebt ein weiteres Drittel der Joghurt-Schmand-Crème auf den Kuchenrand.

Konfettikuchen mit Smarties und Crème auf der mittleren Lage

Nun setzt ihr die obere Kuchenlage auf und verziert sie mit der restlichen Crème und weiteren Smarties. Beim Anschneiden gibt es dann für eure Gäste einen kleinen Konfettiregen Aha-Effekt.

Konfettikuchen im Anschnitt

Guten Appetit!

 

Himbeer-Joghurt-Schoko-Macarons-Torte

Meine Mama hatte Geburtstag und hatte sich eine besondere Torte gewünscht. Also habe ich tief in die Rezepte-Schatzkiste gegriffen und verschiedene Dinge die sie mag, kombiniert. Herausgekommen ist eine Himbeer-Joghurt-Schoko-Macarons-Torte.

Himbeer-Schoko-Macarons-Torte von oben

Der Boden ist mittlerweile eines meiner Lieblingsrezepte und besteht für eine 26er-Form aus:

4 Eier
150 g Zucker
150 ml Öl
200 ml Milch
250 g Mehl
1 Pck Backpulver
160 g Zartbitterschokolade

Eier und Zucker so lange zusammen aufschlagen, bis die Masse cremig und ganz hell geworden ist. Das dauert ein wenig, lohnt sich aber. Dann weiterrühren und dabei das Öl dazugeben. In der Zwischenzeit die Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Mehl mit dem Backpulver mischen. Abwechselnd Mehl und Milch zur Ei-Masse geben und zum Schluss die geschmolzene Schokolade vorsichtig aber gründlich unterrühren. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen (gerne einige Minuten vorher mit der Stäbchenprobe kontrollieren, ob er schon fertig ist – der Teig soll gut durchgebacken, aber nicht zu trocken werden).

Während der Kuchen im Ofen ist, taut ihr 500 g Himbeeren auf (oder wascht frische Beeren).

angeschnittene Torte

Und natürlich könnt ihr die Zeit nutzen, um die Crème für die Füllung herzustellen:

400 g Magerquark
400 g Naturjoghurt
4 Päckchen Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
10 Blatt Gelatine

Quark, Joghurt und Zitronensaft gut miteinander verrühren. Den Vanillezucker dazugeben und alles locker aufschlagen. Die Gelatineblätter 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, dabei darauf achten, dass sie gut bedeckt sind. Danach die Gelatine ausdrücken und in einem Topf auf kleiner Flamme unter rühren erhitzen, bis sie sich aufgelöst hat. Topf vom Feuer nehmen und 3-4 EL Quarkmasse dazugeben. Die Gelatine und den Quark gut miteinander verrühren, so dass eine glatte Masse entsteht. Diese warme Masse gebt ihr dann vollständig in den Rest der Quark-Joghurt-Masse und verrührt alles gründlich. Dann kalt stellen, bis der Boden ausgekühlt ist.

Torte im Anschnitt

Den ausgekühlten Boden in 3 Teile schneiden. Auf den unteren Teil die Hälfte der Creme geben, gleichmäßig verteilen und mit der Hälfte der Himbeeren belegen. Dann den mittleren Boden auflegen, das Ganze wiederholen, den obersten Boden auflegen und kalt stellen.

Drei rosa Macarons mit Pistazien-Schokoladen-GanacheJetzt Macarons backen nach dem großartigen und vor allem gelingsicheren Rezept von Aurélie Bastian. Passend zu den Himbeeren habe ich die Macarons rosa gefärbt und dann eine Pistazien-Schoko-Ganache hergestellt (200 g Pistazien-Schokolade klein brechen, 200 ml Sahne erhitzen, über die Schokolade gießen, kurz stehen lassen und dann mit einem Schneebesen locker aufschlagen, kalt stellen). Die Hälfte der Ganache nutzen, um die Macarons zu füllen, mit der anderen Hälfte die gut durchgekühlte Torte bestreichen. Mit Macarons und frischen Himbeeren dekorieren.

Stück der Schoko-Himbeer-Torte auf einem Teller mit einer Tasse Kaffee

Kam guuuuut an. Könnt ihr ruhig nachmachen. Schmeckt.

PS: Die restlichen Macarons lassen sich wunderbar verschenken. 🙂

Macarons-in-Geschenktütchen